Projekt

 

Im Mai 1985 sind Gabi und Beat Schaub nach Gruebisbalm gezogen. Sie eine Krankenschwester aus Dortmund und er ein Koch aus Basel. Ohne Projektpläne, genossen wir das neue Lebensgefühl dieses herrlichen autofreien Ortes, Gruebisbalm wurde im September 1984 von P. Schaub (Vater, Schwieger- & Grossvater) gekauft.

 

Das Hotel stand seit 1971 leer und war in tiefen Dornröschenschlaf versunken. Der Ort lehrte uns einen anderen Umgang mit der Umwelt und uns selbst. Wir (Gabi & Beat) heirateten 1986, wir legten Gärten an mit Gemüse und vielen Kräutern. Aus diesen Kräutern erstellten wir den bei vielen Wanderer beliebten Kräutertee, den wir am Weg zur Erfrischung anboten. Dazu kamen immer mehr Tiere: Hühner, Schafe, Katze, Kaninchen & Bienen. Wir begannen zu heizzwecken das alte Holz aus dem Wald zu räumen. 1987 wurde dann Nicola unser erstes Kind geboren und 1989 Jana.

 

Bis dahin stand das Hotel leer. Immer wieder wurden wir von Menschen gefragt ob es in Gruebisbalm Ferienmöglichkeiten gibt. 1989 entwickelten wir das Gruebisbalm-Projekt: als Kernpunkte die Wiedereröffnung des Hotels (Anbau von 1952/3) mit Alternativenergien: 1. Teil, den Einbezug der Landwirtschaft: 2. Teil und der Sanierung des Altbaues: 3. Teil.

 

1. Teil: So wurde in fast drei jähriger Bauzeit der Anbau baubiologisch renoviert, mit dem Einbau einer Stückholz-Schnitzelholz-Speicher-Heizung und mit Sonnenkollektoren (42 m2). In Gruebisbalm gibt es 10 ha Wald und es steht mehr als genug Brennholz zur Verfügung. Die Anlagen wurden alle so erstellt das ein Ausbau (Altbau) gut möglich ist. Am 5. Juni 1992 wurde dann das Hotel, mit einer biologischen Vollwertküche wieder eröffnet. 1993-95 konnten wir auf dem Dach des heutigen Seminarraumes eine Photovoltaikanlage realisieren, mit grosser finanzieller Unterstützung von Bund und Kanton Luzern, diese Anlage war ein Pilot- und Forschungsprojekt, mit dem speziellen Einsatz der Dachschindelkollektoren.

 

2. Teil: 1994 übernahm Walter Flury den stark Renovations bedürftigen Hof Gruebisbalm mit einem über 20 jährigen Pachtvertrag. Und so entstand der Biohof Gruebisbalm, mit der Aufgabe des Anbaus von Gemüse und Kräutern für die Hotel & Restaurant-Küche, das halten der Kühe und Rinder für das feine Rindfleisch, zudem unterhalten wir gemeinsam die jungen Hochstammobstbäume. Der Hof konnte schon mit viel Eigenleistung renoviert werden, siehe dazu auch den Teil Landwirtschaft auf dieser Webseite. Walter Flury betreibt zur finanziellen Unterstützung auch Sozialarbeit, mit Menschen die in Ihrer Umwelt nicht immer klar kommen, unter dem Namen Felsenruh.

 

3. Teil: Der Altbau steht bis heute leer hier in Gruebisbalm. Für diesen Teil gab es schon verschiedene grössere Projekte (wie ZB die Gruppe um Bernhard Bischoff), die jedoch nicht realisiert wurden. Zu Zeit sind wir mitten in der Planung von einem grösserem Projekt, mit dem Abbruch des alten Gebäudes (es gab auch Renovationspläne).